Richt­fest für Erwei­te­rungs­neubau des Klinikum Leer gefeiert

Am vergan­genen Freitag hat das Klinikum Leer gemeinsam mit zahl­rei­chen Gästen das Richt­fest für den Erwei­te­rungs­neubau an der Augus­ten­straße gefeiert. Mit dem tradi­tio­nellen Fest wurde ein wich­tiger Meilen­stein des umfang­rei­chen Baupro­jekts erreicht.

Jakobus Baumann (Vorsit­zender Allge­meiner Kran­ken­haus­verein für das Rhei­der­land), Anja Troff-Schaffarzyk (MdB), Dieter Baumann (Kreis­frak­ti­ons­vor­sit­zender CDU), Matthias Groote (Aufsichts­rats­vor­sit­zender und Landrat Land­kreis Leer), Daniela Kamp (Geschäfts­füh­rerin Klinikum Leer gGmbH), Dr. med. Sylvia Kotterba (Ärzt­liche Direk­torin Klinikum Leer gGmbH), Thomas Rettig (Dipl.-Ing. Archi­tekt BDA, Geschäfts­füh­render Gesell­schafter agn), Holger Glienke (ehema­liger Geschäfts­führer Klinikum Leer gGmbH), Heike Klie­gel­höfer (Pfle­ge­direk-torin Klinikum Leer gGmbH), Helmut Hock­mann (Dipl. ‑Ing. (FH), Bauun­ter­nehmen Hein­rich Hock­mann), Karl-Heinz Krom­minga (Leiter Tech­ni­scher Dienst Klinikum Leer gGmbH)

Geschäfts­füh­rerin Daniela Kamp begrüßte die Gäste der Feier­stunde. Unter ihnen waren Landrat und Aufsichts­rats­vor­sit­zender Matthias Groote, die Mitglieder des Aufsichts­rates und des Kreis­tages sowie Vertreter des Kran­ken­haus­ver­eins Rhei­der­land. Auch die am Bau betei­ligten Archi­tekten, Fach­in­ge­nieure und ausfüh­renden Unter­nehmen, Vertreter von Banken und Versi­che­rungen sowie die baube­hörd­li­chen Begleit- und Geneh­mi­gungs­stellen waren vor Ort. Ein beson­derer Will­kom­mens­gruß galt auch den anwe­senden Mitar­bei­tenden des Klini­kums sowie allen weiteren Gästen.

Auf einer Brut­to­ge­schoss­fläche von insge­samt rund 18.750 Quadrat­me­tern entstehen unter anderem eine neue Eingangs­halle, zusätz­liche OP-Kapa­zi­täten, eine Station für die Verla­ge­rung der Gefäß­chir­urgie von Weener nach Leer, Räum­lich­keiten für die Etablie­rung einer ambu­lanten Reha­bi­li­ta­tion sowie eine neue inter­dis­zi­pli­näre Wahlleistungsstation.

In ihrer Begrü­ßung nahm Daniela Kamp den tradi­tio­nellen Ursprung des Richt­festes auf: „Bei aller Feier­laune diente das Richt­fest im Mittel­alter dazu, den Hand­wer­kern zu danken, offene Rech­nungen zu beglei­chen und das Haus vor Unglück zu bewahren. Unsere Hand­wer­ker­feier findet aus orga­ni­sa­to­ri­schen Gründen etwas später statt und die Rech­nungen werden alle pünkt­lich begli­chen. Somit feiern wir dieses Richt­fest also, um das Haus vor Unglück zu bewahren.“

Dass eine derart große Baustelle unmit­telbar vor einem Kran­ken­haus und zugleich im laufenden Betrieb beson­dere Heraus­for­de­rungen mit sich bringt, verdeut­lichte Kamp anschlie­ßend mit einer Anek­dote. So hatte ein Patient während der Arbeiten des Bomben­räum­kom­mandos aufmerksam beob­achtet, dass nicht alle Probe­boh­rungen mit Zement verfüllt worden waren. Seine Sorge, dass dadurch mögli­cher­weise eine Gefah­ren­stelle entstanden sein könnte, konnte schnell ausge­räumt werden: Die betref­fenden Bereiche lagen auf dem Areal der künf­tigen Tief­ga­rage, in dem der Boden voll­ständig abge­tragen wird.

 

Einen beson­deren Dank rich­tete die Geschäfts­füh­rerin an alle Betei­ligten: „Ein großes Danke­schön gilt den bauaus­füh­renden Firmen, unseren Mitar­bei­tenden und unseren Pati­enten für das Verständnis, die Geduld und gegen­sei­tige Rücksichtnahme.“

Im Anschluss setzte das Bauun­ter­nehmen Hock­mann die Richt­krone feier­lich auf. Polier Hein­rich Wester­hoff sprach in tradi­tio­neller Hand­wer­ker­kluft den Richt­spruch. Er dankte den Hand­wer­kern, bat um Gottes Segen für das neue Gebäude und wünschte dem Haus Glück und Frieden.

Auch Landrat Matthias Groote würdigte in seiner Ansprache die Leis­tungen aller am Bau Betei­ligten. „Wo vorher Baugruben und Scha­lungen waren, erhebt sich inzwi­schen ein Gebäude, das die Zukunft des Klini­kums Leer sichtbar macht. Deshalb möchte ich zunächst allen danken, die diesen Fort­schritt möglich gemacht haben. Ein Kran­ken­haus umzu­bauen, während es gleich­zeitig rund um die Uhr funk­tio­niert, gehört sicher­lich zu den anspruchs­vollsten Bauauf­gaben über­haupt. Dass dies hier so gut gelingt, ist alles andere als selbst­ver­ständ­lich.“ Mit dem Erwei­te­rungsbau werde ein klares Bekenntnis zum Kran­ken­h­aus­standort Leer abge­legt. „Wir inves­tieren in Qualität, in moderne Medizin und in die Menschen, die hier täglich Verant­wor­tung über­nehmen. Damit schaffen wir die Voraus­set­zungen dafür, dass das Klinikum Leer auch künftig ein leis­tungs­fä­higes, wirt­schaft­lich solides und zukunfts­fä­higes Kran­ken­haus für Ostfries­land bleibt“, so Groote.

Archi­tekt Thomas Rettig vom beauf­tragten Gene­ral­pla­nungs­büro agn aus Bremen hob eben­falls die Bedeu­tung des Richt­festes hervor: „Ein Richt­fest ist auch immer ein Moment des Inne­hal­tens. Es erin­nert uns daran, dass ein Bauwerk nicht allein aus Beton, Stahl und Glas besteht, sondern aus einer gemein­samen Idee, Verant­wor­tung und dem Willen, Zukunft zu gestalten.“

Für einen humor­vollen Abschluss sorgte Bauun­ter­nehmer Helmut Hock­mann, der in alter Tradi­tion ein platt­deut­sches Gedicht über den Erwei­te­rungs­neubau vortrug und damit für zahl­reiche Lacher im Publikum sorgte.

Bauar­beiten schreiten voran

Der Baufort­schritt ist inzwi­schen deut­lich sichtbar. Im ersten Bauab­schnitt, in dem insbe­son­dere die neue Eingangs­halle und die Erwei­te­rung der OP-Kapa­zi­täten entstehen, ist der Rohbau bis zum 5. Ober­ge­schoss fertig­ge­stellt. Der weitere Ausbau der OP-Erwei­te­rung in diesem Bereich soll bis etwa Anfang 2027 erfolgen.

Im zweiten Bauab­schnitt ist der Rohbau bereits bis zum 1. Ober­ge­schoss fertig­ge­stellt. In diesem Gebäu­de­teil werden unter anderem die Tief­ga­rage, weitere Stationen sowie die Räum­lich­keiten für die ambu­lante Reha­bi­li­ta­tion entstehen. Der Rohbau wird in den kommenden Monaten bis zum 5. Ober­ge­schoss weitergeführt.

Im dritten Bauab­schnitt laufen derzeit noch Rest­ar­beiten an der Spund­wand. Ein Rohbau ist in diesem Bereich noch nicht sichtbar, da die Fläche aktuell als Zuwe­gung für die Baustelle des zweiten Bauab­schnitts benö­tigt wird. Der weitere Boden­aushub beginnt in dieser Woche. Die Gesamt-Rohbau­fer­tig­stel­lung ist derzeit für September 2027 vorgesehen.