Minister Phil­ippi bekräf­tigt Unter­stüt­zung für Etablie­rung des Kran­ken­haus Rhei­der­land als „Fach­kran­ken­haus Psych­ia­trie und Psychotherapie“

Am Montag fand im Kran­ken­haus Rhei­der­land die Mitglie­der­ver­samm­lung des Allge­meinen Kran­ken­haus­ver­eins für das Rhei­der­land statt.

Auch der Nieder­säch­si­sche Minister für Soziales, Arbeit, Gesund­heit und Gleich­stel­lung, Dr. Andreas Phil­ippi, war zu Gast und hielt einen Kurz­vor­trag zur Kran­ken­haus­ent­wick­lung in Nieder­sachsen – mit beson­derem Blick auf das Kran­ken­haus Rhei­der­land und die bean­tragte Etablie­rung eines „Fach­kran­ken­haus für Psych­ia­trie und Psychotherapie“.

(v.l.n.r.): Bernd Linde­mann (Schrift­führer Allge­meiner Kran­ken­haus­verein), Heiko Abbas (Bürger­meister Stadt Weener), Matthias Groote (Aufsichts­rats­vor­sit­zender und Landrat Land­kreis Leer), Nico Bloem (MdL), Dr. Andreas Phil­ippi (Nds. Minister für Soziales, Arbeit, Gesund­heit und Gleich­stel­lung), Jakobus Baumann (Vor-sitzender Allge­meiner Kran­ken­haus­verein), Anja Troff-Schaffarzyk (MdB), Daniela Kamp (Geschäfts­füh­rerin Klinikum Leer gGmbH).

Nach der Begrü­ßung durch den Vorsit­zenden des Kran­ken­haus­ver­eins, Jakobus Baumann, der unter anderem das große ehren­amt­liche Enga­ge­ment der Vereins­mit­glieder hervorhob, ging Baumann auf den aktu­ellen Antrag zur Einrich­tung eines „Fach­kran­ken­hauses Psych­ia­trie und Psycho­the­rapie“ in Weener ein. Bereits Ende vergan­genen Jahres hatte Minister Phil­ippi am Rande eines Termins eine klare Zusage signa­li­siert: „Es kommt sicher.“ Mit diesen Worten übergab Baumann das Wort an den Minister.

Minister Phil­ippi betonte in seinem Beitrag, dass für das Kran­ken­haus Rhei­der­land früh­zeitig wich­tige Weichen gestellt worden seien, um den Standort zukunfts­fähig auszu­richten. Auch er habe gehofft bereits den offi­zi­ellen Bescheid zur Einrich­tung des Fach­kran­ken­hauses mitzu­bringen. Der Standort im Rhei­der­land besitze aus seiner Sicht „größtes Poten­zial“ diese Rolle zu übernehmen.

Jedoch habe das benach­barte Klinikum, nament­lich das Klinikum Emden, Wider­stand ange­kün­digt. Derzeit prüfe das Minis­te­rium mit einer externen Bera­tungs­firma mit einem Bedarfs­gut­achten für den Bereich Psych­ia­trie den Neuzu­schnitt der Pflicht­ver­sor­gungs­ge­biete. „Wir erhoffen uns von diesem Gutachten einen klaren, sach­li­chen, fundierten Rahmen, der hilft, Versor­gungs­lü­cken zu schließen und damit auch hier vorlie­gende Konkur­renz­si­tua­tionen zwischen Emden und Leer bzw. dem Rhei­der­land aufzu­lösen. Erst auf dieser Grund­lage können wir dann nach­drück­lich Entschei­dungen treffen, die lang­fristig trag­fähig sind und die für alle Betei­ligten die notwen­dige Planungs­si­cher­heit schaffen.“, so Minister Philippi.

Gleich­zeitig sicherte der Minister seine persön­liche Unter­stüt­zung zu. Die bestehenden Struk­turen, das enga­gierte Team vor Ort sowie das starke regio­nale Netz­werk hob er als große Stärken hervor. Dies alles führe zu einem trag­fä­higen Konzept. „Ich persön­lich werde mich weiterhin stark dafür machen, dass das Kran­ken­haus Rhei­der­land ein Fach­kran­ken­haus für Psycho­the­rapie mit den entspre­chenden Plan­betten wird. Wir stehen an der Seite des Stand­ortes Rhei­der­land.“, so Philippi.

Der Vorsit­zende des Allge­meinen Kran­ken­haus­ver­eins, Jakobus Baumann, dankte dem Minister für seine Klar­stel­lung, auch, wenn er es gerne etwas posi­tiver in Form eines Bescheides gesehen hätte. „Wir würden uns sehr freuen, wenn es Ihnen gelingen könnte, dass wir in zwei Monaten, spätes­tens drei Monaten, eine endgül­tige Entschei­dung haben. Denn das Personal in Weener wartet auf die Entschei­dung und nicht nur die Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter, sondern auch der Aufsichtsrat und das Kura­to­rium.“, so Baumann.

Auch Geschäfts­füh­rerin Daniela Kamp bedauert in ihrem Bericht für das Kran­ken­haus Rhei­der­land, dass der Minister keinen Bescheid im Gepäck hatte und auf später vertröstet habe. Auch wenn er jetzt keine hundert­pro­zen­tige Zusage gegeben hat, habe er sie doch zumin­dest zu 99 Prozent gemacht. „Wir haben in vielen Gesprä­chen mit dem Minister unseren Antrag intensiv erör­tert. Ich bedanke mich beson­ders bei Jakobus Baumann, der sich immer uner­müd­lich und ohne Unter­lass für das Kran­ken­haus Rhei­der­land einsetzt. Ein beson­derer Dank gilt auch MdL Nico Bloem, der für uns viele Kontakte und Treffen mit dem Minister initi­iert hat sowie dem Aufsichts­rats­vor­sit­zenden Matthias Groote, der sich eng mit Nico Bloem abge­stimmt hat und eben­falls viele Gespräche mit dem Minister geführt hat.“, so Kamp. „Der Bedarf im Land­kreis Leer ist unbe­stritten, ebenso sind beste Voraus­set­zungen am Standort gegeben. Wir gehen davon aus, dass die noch fehlende Unter­schrift auf dem Bescheid bald erfolgen wird. Das „Fach­kran­ken­haus Psych­ia­trie und Psycho­the­rapie“ ist eine sichere Zukunfts­per­spek­tive für das Kran­ken­haus Rhei­der­land – und wir werden uns weiterhin mit voller Kraft dafür einsetzen.“