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Spinale Blutungen

Die Wirbelsäule wird über ein Geflecht aus Arterien und Venen mit Blut versorgt. An diesen Gefäßen können in seltenen Fällen Missbildungen in Form von blutführenden „Kurzschlüssen“ zwischen Arterien und Venen entstehen. Sie können angeboren sein oder z. B. durch Verletzungen, Entzündungen oder Tumoren hervorgerufen werden. Häufig fallen diese Malformationen erst auf, wenn das Gefäß platzt und es so zu einer spinalen Blutung kommt. Diese birgt die Gefahr einer Rückenmarksschädigung, weshalb schnelles Handeln gefragt ist. In unserer Klinik können wir die Blutung durch eine mikrochirurgischen Operation stillen. Auch bei Blutungen, die durch Gerinnungsstörungen oder Unfälle verursacht werden, kommt dieses Verfahren zu Anwendung. 

Wie kann sich eine spinale Blutung äußern?
Die von spinalen Blutungen hervorgerufenen Beschwerden führen meist zu einem plötzlichen Auftreten der Beschwerden. Je nach Lage der Blutung kann es zu Rückenschmerzen, Schwäche in den Beinen, Gefühlsstörungen an Armen und/oder Beinen sowie Lähmungen kommen. Um ein Fortschreiten dieser Beschwerden und eine mögliche Querschnittslähmung zu verhindern, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Wie verläuft die Diagnose?
Spinale Blutungen können mit Hilfe einer Computertomografie nachgewiesen werden. Bei der Tomografie werden Serien von Schnittbildern erzeugt, in denen jeder Bildpunkt eindeutig einem Punkt im aufgenommenen Objekt entspricht. Dadurch wird die räumliche Anordnung der Strukturen im Innern des Patienten überlagerungsfrei dargestellt. Die eigentliche Gefäßmissbildung ist jedoch oft nicht zu erkennen. Dazu ist zusätzlich eine Angiografie erforderlich, mit deren Hilfe die Blutgefäße abgebildet werden können. Unter örtlicher Betäubung wird dabei ein Katheter in die zu untersuchenden Blutgefäße geführt und darüber Kontrastmittel eingespritzt. Auf dem anschließenden Röntgenbild zeichnen sich die Blutgefäße deutlich ab.

Wie verläuft die Operation?
Unter Vollnarkose kann die Blutung mit Hilfe spezieller mikrochirurgischer Instrumente wieder verschlossen werden. Je nach Art der Gefäßmissbildung wird diese vollständig entfernt oder die bestehende Fehlverbindung zwischen Arterien und Venen unterbunden.

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