Kinder- und Jugendmedizin
Modern und ausgezeichnet für Kinder
„Ausgezeichnet. Für Kinder“ – das ist der Leitgedanke der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Seit Einführung des Qualitätssiegels im Jahr 2009 ist das Klinikum mit eben diesem ausgezeichnet.
Die Klinik in Leer mit perinatologischem Schwerpunkt bietet eine umfassende und familienfreundliche Neonatologie für Früh- und Neugeborene ab der vollendeten 31. Schwangerschaftswoche (>1500g).
Zudem ist das Team der Kinderklinik bestrebt, die vom „Aktionskomitee Kind im Krankenhaus“ festgelegte Charta mit 10 Thesen für Kinder im Krankenhaus zu erfüllen.
Die medizinischen Schwerpunkte – Diabetologie und Gastroenterologie – sind kombiniert mit einer familienfreundlichen Betreuung.
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bietet für die jüngsten Patienten in hellem und freundlich gestaltetem Ambiente viel Platz. Die Eltern können in Ein‑, 2- oder 3‑Bettzimmern bei ihrem Nachwuchs übernachten und tagsüber sorgt eine Betreuung durch ausgebildete Erzieher dafür, dass die Zeit im Krankenhaus mit Basteln, Malen oder Spielen etwas schneller vergeht. Auch austoben können sich die Kinder – bei gutem Wetter auf einem geschützten Spielplatz im Außenbereich, wenn es regnet, in einer großen Indoorspielhalle.
Und wenn es etwas ruhiger zugehen soll, laden kleine Sitzmuscheln zum Zurückziehen, ein Elternzimmer oder der „Raum der Sinne“ zum Verweilen ein.
Leistungsspektrum
Neonatologie (Neugeborenenmedizin)
- Frühgeborenenmedizin Perinataler Schwerpunkt
- Neugeborenenuntersuchungen
- Versorgung von Mehrlingen
- Kinder-Intensivmedizin
- Behandlung der Respiratorischen Insuffizienz (Sauerstofftherapie, High-Flow, CPAP, kontrollierte Beatmung)
Diabetestherapie und Endokrinologie
- Diabetologie
- (angeborene) Erkrankungen der hormonbildenden (endokrinen) Drüsen wie Schilddrüse
- Nebenschilddrüse und Nebenniere
- Wachstumsstörungen
Kindergastroenterologie
- Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
- Erkrankungen der Leber, der Galle und der Bauchspeicheldrüse
- Adipositastherapie
Kontinenz-Zentrum
- Verhaltenstherapie bei Einnässen und Einkoten sowie chronischer Obstipation
Diagnostische und therapeutische Methoden:
- Lungenfunktionsuntersuchungen (Spirometrie, Bodyplethysmographie)
- Nasale Atemwegswiderstandsmesssung
- Allergologische Diagnostik (Prick, Epikutan-Test, ImmunoCap, Komponentendiagnostik)
- Allergologische Provokationstestung (nasal, bronchial, oral)
- Nahrungsmittelprovokation (DBPCFC)
- Unspezifische Provokationstestung (nasal, bronchial)
- Schweißtest (Leitfähigkeitsmessung mittels Pilokarpin-Iontophorese)
- Pneumologische Bildgebung (RöntgenThorax, Lungen-CT, Lungen-HRCT, Sonographie)
- Mikrobiologische und hämatologische Diagnostik von Spezimen aus der Pneumologie
- pH-Metrie
- Echokardiographie bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern
- EKG
- Kardiologische Diagnostik
- Sonografie
- Radiologie
- EEG-Videodoppelbildaufzeichnung
- Endoskopie des Verdauungstraktes
- Gastroenterologische Funktionstests (H2 und 13 C)
- Inhalationstherapie
- Physiotherapie
- Spezifische Immuntherapie
- Anti-IgE-Therapie
- Wachstumshormontherapie
- Immunglobulintherapie
Diabetes
In Deutschland sind rund 25.000 Menschen unter 18 Jahren an Diabetes Typ 1 erkrankt. Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist die umfassende Diagnostik und Therapie für Kinder und Jugendliche mit einer Diabetes-Typ 1‑Erkrankung. Sie ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindesalter.
Bei der Entstehung des Typ 1 – Diabetes im Kindesalter spielen Erbfaktoren und Umweltfaktoren eine wichtige Rolle. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung. Die körpereigenen Antikörper führen zur Zerstörung der Betazellen der Bauchspeicheldrüse, die für die Bildung des Hormons „Insulin“ zuständig sind. Dieses führt zu einem erhöhten Blutzucker. Die Kinder entwickeln typische Symptome wie vermehrtes Trinken, vermehrtes Wasserlassen, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit. Nach der Diagnosestellung müssen die Kinder und Jugendlichen lebenslang Insulin erhalten. Das Insulin wird mit dem Pen mehrmals am Tag (intensivierte Insulintherapie) oder mit der Insulinpumpe verabreicht. Die Kinder und Jugendlichen kontrollieren mehrmals am Tag den Blutzucker durch einen „Fingerpieks“.
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin betreut mehr als hundert Familien mit Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr mit einer Diabetes Typ 1‑Erkrankung. Das Diabetes-Team der Kinderklinik, das aus einer Diabetologin (DDG), einer Diabetesberaterin (DDG) und einer Diätassistentin sowie geschulten Ärzten und Pflegepersonal besteht, bietet eine ambulante und stationäre Behandlung an. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wurde von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) als „Zertifiziertes Diabeteszentrum“ anerkannt.
Es werden alle in der Kinderdiabetologie etablierten Therapieformen wie die intensivierte Insulintherapie als auch die Insulinpumpentherapie durchgeführt. Die Therapie wird in besonderen Fällen durch eine kontinuierliche Glukosemessung mit Hilfe eines Sensors (CGM) unterstützt.
Ein Schwerpunkt in der Behandlung mit an Diabetes Typ 1 erkrankten Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien ist die Vorbereitung auf den Alltag mit der Erkrankung. Dies geschieht durch anerkannte und strukturierte Schulungen. Um den Kindern und Jugendlichen nach der Diagnosestellung den Start in den Kindergarten oder Schule zu erleichtern, führt das Team der Kinderklinik Diabetes-Schulungen für Erzieher und Lehrer durch.
Eine weitere Unterstützung ist die seit Jahren bestehende Diabetes-Selbsthilfegruppe (DSHG). Sie trifft sich regelmäßig, die Termine werden über eine Whats-App Gruppe bekannt gegeben. Hier können betroffene Eltern ihre Erfahrungen austauschen. Zudem organisiert die Selbsthilfegruppe regelmäßig Aktivitäten oder Schulungen für Kinder- und Jugendliche und deren Eltern.
Perinataler Schwerpunkt
Die neonatologische Intensivstation der Klinik für Kinder-und Jugendmedizin betreut qualifiziert Früh- und Neugeborene ab der vollendeten 31. Schwangerschaftswoche (> 1500g).
Die Klinik in Leer mit perinatologischem Schwerpunkt bietet eine optimale medizinische und familienfreundliche Neonatologie.
Auf der neonatologischen Intensivstation gibt es keine Besuchszeiten, sodass Eltern Ihr Kind jederzeit besuchen können. So besteht zudem die Möglichkeit, ein Eltern-Kind-Zimmer direkt auf der Station zu beziehen, um – auch über einen längeren Zeitraum – in der unmittelbaren Nähe des Kindes zu sein.
Unsere Behandlungsschwerpunkte bei Frühgeborenen und kranken Neugeborenen reichen über die Therapie von schwerer Gelbsucht, Infektionen, Anpassungsstörungen z. B. der Atmung nach der Geburt, Blutzuckerproblemen (gestations-)diabetischer Mütter und untergewichtiger Neugeborenen bis hin zum Medikamenten- und Drogenentzug von Neugeborenen.
Das Ambiente der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist hell und freundlich. Frühgeborenenmedizin, Kreißsaal, Wochenstation und Kinderklinik befinden sich auf einer Ebene, so werden Risiken und transportbedingte Belastungen der kleinsten Patienten minimiert und die Eltern haben stets kurze Wege. Direkt im Kreißsaalbereich befindet sich ein Kaiserschnitt-Operationssaal, sodass keinerlei Zeitverzug bei Komplikationen und Notfällen besteht. Rund um die Uhr befinden sich mindestens ein Kinderarzt im Haus, im Hintergrund weitere Fachärzte und Neonatologen. Bei unvorhergesehenen Problemen steht das Team der Neonatologie jederzeit sofort zur Verfügung.
Die Neu- /Frühgeborenen- und Intensivstation der Kinderklinik umfasst 16 Behandlungsplätze. Es können bis zu fünf Patienten invasiv und sieben Patienten nichtinvasiv beatmet werden. Moderne und sanfte nichtinvasive Beatmungstechniken ermöglichen den Frühgeborenen eine selbständige Atmung. Damit kann eine künstlich-maschinelle Beatmung sehr häufig vermieden werden. Selbstverständlich besteht für alle Patienten eine zentrale Überwachung.
Gearbeitet wird in einem professionellen Team bestehend aus Neonatologen und speziell ausgebildeten Pflegekräften. Die Personalvorgaben für die Intensivpflege von Frühgeborenen einschließlich der Fachweiterbildung in pädiatrischer Intensivmedizin und Anästhesie werden vollumfänglich eingehalten. Es besteht darüber hinaus die Weiterbildungsermächtigung für Ärzte*innen im Schwerpunkt Neonatologie für zwölf Monate.
Sofern möglich werden die werdenden Eltern bereits vor der Geburt von Neonatologen und Kinderärztinnen auf der Wochenstation oder im Kreißsaal besucht und zu allen Fragen einer Frühgeburt beraten. Des Weiteren ist häufig auch eine Besichtigung unserer Station noch vor der Geburt möglich.
Jedes Früh- und kranke Neugeborene wird von uns als eigenständige Person betrachtet. Das Team ist sensibilisiert, individuelle Signale der Neugeborenen zu erkennen und für die bestmögliche Behandlung angemessen darauf zu reagieren. Kind und Eltern werden vom Team der Neonatologie als nicht trennbare Einheit verstanden. Eltern werden von Anfang an vollständig, verständlich und respektvoll aufgeklärt sowie in alle Behandlungsentscheidungen und in die Versorgung der Kinder miteinbezogen.
Bestandteil einer bestmöglichen medizinischen Versorgung ist die Ernährung. Muttermilch ist für Frühgeborene die optimale Ernährung. Stillberaterinnen unterstützten die Mutter mit einer Stillförderung und stehen für Fragen und Probleme gerne zur Verfügung. Ziel ist die Ernährung der Frühgeborenen mit Muttermilch im ersten Lebensjahr.
Alle in der Neu- und Frühgeborenenmedizin etablierten Verfahren wie „Känguruhen“, „Minimal Handling“, „Basale Stimulation“ oder Physiotherapie werden individuell für das Kind ausgewählt und im Rahmen der entwicklungsfördernden Pflege umgesetzt.
Auch nach der Behandlung Ihres Kindes stehen wir gerne beratend, z. B. im Rahmen einer Telefonsprechstunde weiter für Fragen für Sie zur Verfügung.
Kontakt & Team
Chefarzt
- Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkte Neonatologie und Pneumologie
- Zusatzbezeichnung pädiatrische Intensivmedizin
Oberärzte
Mareike Müller
Oberärztin
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Dr. med. Simonida Lindert
Oberärztin
- Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neonatologie
- Zusatzweiterbildung: Intensivmedizin im Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin
Teamleitungen Pflege
Laura Zech
Teamleitung
Station B3
Jutta Jackels
Teamleitung
Station B4