Leistungsstark seit mehr als 50 Jahren
Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Im Klinikverbund garantieren jahrzehntelange Erfahrung bei Herz- und Gefäßerkrankungen, engagierte Mitarbeitende und modernste Technik – beispielweise zwei Linksherzkathetermessplätze – Versorgungsqualität auf höchstem Niveau.
Bei einem Herzinfarkt sind die ersten Stunden für den Patienten überlebenswichtig. Unsere Klinik für Kardiologie und Angiologie (Herz- und Gefäßerkrankungen) bietet seit 25 Jahren eine 24-Stunden-Bereitschaft für Herzinfarktpatienten. Durch ein ostfrieslandweites Netzwerk mit anderen Kliniken, Rettungsdiensten und niedergelassenen Ärzten wird eine zeitgerechte und optimale Behandlung gewährleistet.
Zu den überlebenswichtigen Maßnahmen gehören zum Beispiel das Aufweiten verschlossener Herzkranzgefäße mit einem so genannten „Ballonkatheter“ und das Einsetzen von sogenannten „Stents“. Diese können bei Bedarf während der schonenden, minimal-invasiven Herzkatheteruntersuchung zusätzlich eingebaut werden. So erfährt der Patient rasche, oft lebensrettende Hilfe bei minimaler Belastung.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Implantation von Herzschrittmachern, Schrittmachersystemen oder Defibrillatoren. Modernste Verfahren werden dabei mit einer Erfahrung von mehr als vier Jahrzehnten für die Gesundheit der Patienten kombiniert.
Leistungsspektrum
- Behandlung von entzündlichen Herz‑, Arterien und Venenerkrankungen
- Behandlung bei akuten und chronischen Verschlüssen der äußeren Arterien und Venen
- Schwerpunktbehandlung für alle Herz-/Kreislauf und Gefäßerkrankungen—einschließlich der Herzkatheterdiagnostik und ‑therapie mit allen Verfahren
- Krankheiten der großen und kleinen Schlagadern und der Gefäße
- Sonstige Formen der Herzkrankheit
- Krankheiten der Venen, der Lymphgefäße und der Lymphknoten
- Ursachenforschung und Diagnostik bei unklaren Ohnmachtsanfällen
- Kontrastdarstellung der Schlagadern (Arteriographie)
- Behandlung bei einem Schlaganfall
- Behandlung des akuten Herzinfarkts
- Intensivmedizin
- Behandlung von Herzrhythmusstörungen einschließlich der „invasiven und interventionellen Elektrophysiologie“, eine Herzkatheteruntersuchung über eingeführte Sonden zum Herzen, bei der elektrische Signale am Herzen gesendet und empfangen werden.
- Behandlung von Herzschwäche einschließlich der Implantation von Dreikammer-Herzschrittmachern und Defibrillatoren
- Behandlung Hochdruckkrankheiten (Arterielle Hypertonie) einschließlich erhöhtem Blutdruck im Lungenkreislauf und andere Krankheiten des Lungenkreislaufes
Landkreis Leer gegen den Herzinfarkt
Die Aktion
Die Aktion „Landkreis Leer gegen den Herzinfarkt“ soll helfen, Herzinfarktsymptome durch die Bevölkerung besser zu erkennen, das Wissen um die Erstmaßnamen zu vertiefen und die Prähospitalzeit möglichst rasch zu verkürzen.
So soll die Herzinfarkt- und Herztodsterblichkeit im Landkreis Leer langfristig und nachhaltig verringert werden. „Landkreis Leer gegen den Herzinfarkt“ klärt über Herzinfarktsymptome auf und will das Wissen, um die Erstmaßnamen in der Bevölkerung vertiefen. So kann die Zeit, bis der Patient am Krankenhaus ankommt (Prähospitalzeit) verkürzt und damit Leben gerettet werden – denn: „Jede Minute zählt“.
Gemeinsam haben die Deutsche Herzstiftung, der Ärzteverein Leer, die Klinik für Kardiologie und Angiologie im Klinikum Leer und der Rettungsdienst Leer des Deutschen Roten Kreuzes verschiedene Aktionen durchgeführt, um das Thema „Schnelles Erkennen eines Herzinfarktes“ in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen. Dazu waren unter anderem Telefonaktionen, Ausstellungen, Anzeigenkampagnen und ein Expertenforum.
Informationen zum Herzinfarkt
Was ist ein Herzinfarkt?
Bei einem Herzinfarkt sterben Herzmuskelzellen ab. Schuld ist meist der akute Verschluss eines Herzkranzgefäßes (Koronararterie) durch ein Gerinnsel (Thrombus). Das Gerinnsel bildet sich meist an einem aufgebrochenen Plaque der Herzkranzgefäßwand. Wenn die sogenannte Plaque einen Riss bekommt, dann versucht der Körper die innere Wunde zu heilen. Er setzt Blutplättchen darauf und ein Gerinnsel verschließt das Gefäß.
Ist das Gefäß noch nicht ganz verschlossen und es gehen noch Blutplättchen und Blutbestandteile durch, spricht man von einem „Nicht-Hebungs-Infarkt“. Die Diagnose kann mit Hilfe eines EKGs gestellt werden. Schreitet der Prozess weiter fort, dann ist das Gefäß komplett verschlossen und es kommt zu einem sogenannten „ST-Hebungsinfarkt“.
Wenn nun der Blutfluss nicht schnell wiederhergestellt werden kann, sind die Herzmuskelzellen nach spätestens zwei bis vier Stunden abgestorben. Das kann die Funktion des Pumporgans bedrohen und macht den Herzinfarkt zu einem lebensgefährlichen Ereignis.
Alarmsignale beim Herzinfarkt
- Schwere, länger als 5 Min. anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer, Oberbauch ausstrahlen können
- Starkes Engegefühl, heftiger Druck, Brennen im Brustkorb, Atemnot
- Zusätzlich: Übelkeit, Brechreiz, Angst
- Schwächegefühl (auch ohne Schmerz), evtl. Bewusstlosigkeit
- Blasse, fahle Gesichtsfarbe, kalter Schweiß
- Nächtliches Erwachen mit Schmerzen im Brustkorb ist ein besonderes Alarmzeichen
- Ausgeprägte Atemnot
- Angstschweiß mit kalter, fahler Haut: Häufig tritt bei einem Herzinfarkt zusätzlich Angst auf, die sich z. B. mit einer blassen/fahlen Gesichtsfarbe und kalter Schweiß bemerkbar machen kann.
Achtung:
Bei Frauen sind Atemnot, Übelkeit, Rückenschmerzen, Schmerzen im Oberbauch, Brechreiz und Erbrechen häufiger als bei Männern alleinige Alarmzeichen.
Wenn Brustschmerzen bei minimaler Belastung oder in Ruhe auftreten, muss genauso schnell wie beim Herzinfarkt gehandelt werden.
Dann sofort den Rettungsdienst rufen: 112
Weitere Informationen zu den Alarmsignalen bei einem Herzinfarkt finden Sie hier:
Kontakt & Team
Chefarzt
- Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
- Zusatzbezeichnung Internistische Intensivmedizin
- Zusatzqualifikation interventionelle Kardiologie DGK
Oberärzte
Zakariya Al Borom
Oberarzt
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Dr. med. Thomas Boekels
Oberarzt
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Pratiwi Hadi
Oberärztin
Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie
Dr. med. Ralf Pretzsch
Oberarzt
- Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
- Zusatzbezeichnung Rettungsmedizin
- Zusatzqualifikation interventionelle Kardiologie DGK
- Ltd. Notarzt des Landkreises Leer
Teamleitungen Pflege
Kristian Lüppens
Teamleitung
Station B2
Nina Cordes
Teamleitung
Station B5