Ambulanz/​Sekretariat

MVZ Neuro­logie

Die Neuro­logie bietet im MVZ eine ambu­lante Versor­gung nach dem Prinzip einer nieder­ge­las­senen Arzt­praxis an.

Geriatrie/​​Neurologie/​​Schlaflabor

Akti­vieren und stabi­li­sieren ist oberstes Ziel

Immer größere Bedeu­tung bekommt in unserer alternden Gesell­schaft die Alters­me­dizin. Unsere Fach­leute in der Klinik für Geria­trie beschäf­tigen sich mit Krank­heiten von Senioren mit dem Ziel, Pati­enten soweit wieder­her­stellen zu können, dass diese möglichst selbst­ständig und selbst­be­stimmt in ihrer gewohnten Umge­bung weiter­leben können.

Die Alters­me­dizin setzt dabei beim gesamten Menschen mit seinen körper­li­chen, seeli­schen und sozialen Gege­ben­heiten an. Bereits während der akuten Kran­ken­haus­be­hand­lung kann ein erfah­renes Team aus Medi­zi­nern und Pfle­ge­per­sonal auf das Konzept der „geria­tri­schen Früh­re­ha­bi­li­ta­tion“ zurück­greifen, das heißt, der Patient wird bei akuter Erkran­kung, z.B. nach einem chir­ur­gi­schen Eingriff, erst­ver­sorgt und dann verlegt. Dort sind dann neben der medi­zi­ni­schen Stabi­li­sie­rung auch Thera­pien für die Verbes­se­rung oder Wieder­erlan­gung von Sprache und Motorik sowie das Trai­nieren von Akti­vi­täten des alltäg­li­chen Lebens möglich.

Ältere Pati­enten sind häufig multi­mor­bide, das heißt, sie leiden an unter­schied­li­chen Erkran­kungen. Wenn mehrere chro­ni­sche bzw. behand­lungs­be­dürf­tige Erkran­kungen aus den Berei­chen Innere Medizin, Neuro­logie, Ortho­pädie oder Psych­ia­trie gleich­zeitig vorliegen, kann der ältere Mensch auch im Sinne der Akut­ger­ia­trie mit einer bedroh­li­chen Erkran­kung vom Haus­arzt direkt einge­wiesen werden.

Neben dem ärzt­li­chen und pfle­ge­ri­schen Team aus der Geria­trie sind bei den Behand­lungen auch weitere Fach­be­reiche der Klinik einge­bunden. Sozi­al­ar­beiter, Thera­peuten wie Ergo- und Physio­the­ra­peuten, Logo­päden und Neuro­psy­cho­logen werden in den Behand­lungs­pro­zess einbezogen.

Weitere Infor­ma­tionen

In Zusam­men­ar­beit mit der Deut­schen Gesell­schaft für Schmerz­me­dizin (DGS) hat Prof. Dr. Sylvia Kotterba mehrere Folgen im Rahmen des Podcasts „Schmerz­me­dizin konkret“ zu span­nenden Themen besprochen.

Alle Folgen finden Sie im Internet und auf Spotify:

Aufnah­me­bogen:

Kontakt Stati­ons­se­kre­ta­riat:

FAQ

Die Arbeits­weise der Klinik für Geria­trie am Klinikum Leer unter­scheidet sich von der Arbeits­weise anderer Kliniken. 

In der Geria­trie ist für eine alters­ge­rechte multi­mo­dale Behand­lung eine Zusam­men­ar­beit mit weiteren Spezia­listen wie zum Beispiel Ergo­the­ra­peuten, Neuro­psy­cho­logen, Logo­päden oder dem Sozi­al­dienst des Klinikum Leer nötig. Die wich­tigsten Fragen und Antworten zur Arbeits­weise der Klinik für Geria­trie haben wir zusammengestellt:

Es muss sich um einen geria­tri­schen Pati­enten handeln. Dabei ist nicht allein das Alter entschei­dend, sondern auch Defi­zite wie Gang­un­si­cher­heit, Schwindel, Vergess­lich­keit, Konti­nenz­pro­bleme und soziale Isolie­rung. Zu diesen Defi­ziten gehört ebenso die Multi­mor­bi­dität. Solche Pati­enten profi­tieren von der spezi­ellen geria­tri­schen Behand­lung am meisten.

Bei der Aufnahme wird der Patient einge­hend unter­sucht, vor allem im Hinblick auf funk­tio­nelle Störungen. Dabei kommen auch Test­ver­fahren zur Anwen­dung, die den Befund objek­ti­vieren und den Verlauf der funk­tio­nellen Störung beur­teilen. Entspre­chend der funk­tio­nellen Defi­zite des Pati­enten wird, unter Berück­sich­ti­gung seines Zustandes, aber auch seiner persön­li­chen Wünsche, multi­modal behan­delt. Das heißt, er wird nicht nur medi­ka­mentös, sondern auch durch ein Team von thera­peu­ti­schen Spezia­listen, je nach Bedarf, auf jeden Fall aber ganz­heit­lich behandelt.

Im Gegen­satz zur so genannten Organ­me­dizin wird der Patient „von allen Seiten“ unter­sucht und behan­delt bezie­hungs­weise unter­stützt. Das bedeutet, es werden nicht nur die körper­li­chen Probleme des Pati­enten in ihrer Gesamt­heit gesehen, sondern auch seelisch-körper­liche Zusam­men­hänge und soziale Proble­ma­tiken mit einbe­zogen. Es versteht sich von selbst, dass dazu ein „geria­tri­sches“ Team erfor­der­lich ist.

Dazu gehören, neben einem speziell ausge­bil­deten Arzt, die Kranken­pflege, die akti­vie­rend pflegt, die Kran­ken­gym­nastik, einschließ­lich der ergän­zenden physi­ka­li­schen Therapie, die Ergo­the­rapie, die Motorik in Funk­tion umsetzt, die Logo­pädie, die Sprache und Schlu­cken trai­niert, der Psycho­loge, der sich mit der Hirn­leis­tung befasst, und der Sozial­dienst, der sich um die Zeit nach dem Kran­ken­haus­auf­ent­halt (Hilfs­mittelversorgung, Antrag auf Pfle­ge­stufe usw.) kümmert. Aus dieser um­fassenden Sicht­weise in Diagnostik und Therapie resul­tiert letzt­end­lich die Ganz­heit­lich­keit. 

Die geria­tri­sche Früh­re­ha­bi­li­ta­ti­ons­be­hand­lung dauert in der Regel etwa zwei Wochen, wobei als Quali­täts­merkmal gilt: Es müssen in dieser Zeit als Minimum pro Patient mindes­tens 20 Thera­pie­ein­heiten von mindes­tens zwei verschie­denen Thera­peuten unter­schied­li­cher Fach­rich­tung erbracht werden. Bei der akut­ger­ia­tri­schen Behand­lung ist die Thera­pie­dauer abhängig von der Diagnose.

In der Regel erfolgt die Entlas­sung nach Hause. Möglich ist auch die Entlas­sung in eine weiter­füh­rende Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tung. Mitunter erfolgt die Entlas­sung aber auch in ein Pfle­ge­heim. Dabei gilt stets: Reha­bi­li­ta­tion vor Pflege. Ange­strebtes Ziel ist auf jeden Fall die Entlas­sung in die vertraute Umge­bung, in einem selb­stän­digen, selbst bestimmten Zustand, soweit möglich.

Schlaf­labor

Im Schlaf­labor der Klinik werden Pati­enten behan­delt, die einen nicht erhol­samen Schlaf haben. 

Die betrof­fenen Personen beklagen meist Ein- und Durch­schlaf­stö­rungen (Insomnie) oder eine Tages­schläf­rig­keit (Hyper­somnie). Weitere schlaf­be­zo­gene Auffäl­lig­keiten können nächt­liche Bewe­gungs­stö­rungen sein. Schlaf­stö­rungen treten zumin­dest inter­mit­tie­rend bei einem Drittel der erwach­senen Bevöl­ke­rung auf. Eine Abklä­rung sollte erfolgen, wenn sie wieder­keh­rend auftreten oder länger als einen Monat anhalten. Für die Betrof­fenen bedeutsam sind die Auswir­kungen am Tage. Es kommt zu Leis­tungs­ein­bußen durch Konzen­tra­ti­ons­stö­rungen. Im Extrem­fall treten Unfälle am Arbeits­platz oder im Stra­ßen­ver­kehr auf.

Hinter dem Ober­be­griff ‚Schlaf­stö­rung’ verbergen sich über 80 spezi­fi­sche schlaf­me­di­zi­ni­sche Diagnosen, die im Schlaf­labor abge­klärt werden müssen. Obwohl schlaf­be­zo­gene Atmungs­stö­rungen (und hier insbe­son­dere das obstruk­tive Schlaf­apnoe-Syndrom) häufig die Ursache von Störungen des Schlafes und der Tages­be­find­lich­keit sind, die auch behan­delt werden, ist das Schlaf­labor der Klinik für Geria­trie insbe­son­dere auf neuro­lo­gi­sche Schlaf­er­kran­kungen spezia­li­siert. Dies beinhaltet die Erken­nung und Behand­lung von

  • Narko­lepsie und andere Formen der Hyper­somnie (Tages­schläf­rig­keit)
  • Rest­less-Legs-Syndrom (Syndrom der unru­higen Beine)
  • Para­s­omnie (z.B. Schlaf­wan­deln, Albträume, REM-Schlaf Verhaltensstörung)
  • Diagnostik und Therapie von schlaf­be­zo­genen Atmungs­stö­rungen bei Pati­enten mit Muskelerkrankungen
  • sons­tige Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Insom­nien (Ein- und Durchschlafstörungen)

Durch die Einbin­dung des Labors in unsere Klinik können wir insbe­son­dere auch Pati­en­tinnen und Pati­enten unter­su­chen, die pfle­ge­ri­sche Unter­stüt­zung benö­tigen. Behan­delt werden erwach­sene Pati­en­tinnen und Pati­enten aller Alters­stufen. Nach Absprache sind auch Unter­su­chungen von Jugend­li­chen in Zusam­men­ar­beit mit unserer Kinder­klinik möglich.

Ihr Weg zu uns:

Je nach Krank­heits­bild benö­tigen Sie eine Über­wei­sung oder Einwei­sung. Bei Verdacht auf eine schlaf­be­zo­gene Atmungs­stö­rung muss zuvor eine ambu­lante Poly­gra­phie durch­ge­führt worden sein. Die Unter­su­chungen erfolgen nur nach vorhe­riger Terminvergabe.

Kontakt Schlaf­labor:

Kontakt & Team

Chef­ärztin

Geriatrie/​Neurologie/​Schlaflabor

Prof. Dr. med. Sylvia Kotterba

  • Fach­ärztin für Neurologie
  • Zusatz­be­zeich­nungen Geria­trie, Pallia­tiv­me­dizin, Neuro­lo­gi­sche Inten­siv­me­dizin, Schlaf­me­dizin, Physi­ka­li­sche Therapie und Balneologie

Ober­ärzte

Ober­ärztin
  • Fach­ärztin für Innere Medizin
  • Zusatz­be­zeich­nungen Pallia­tiv­me­dizin, Schlaf­me­dizin und Geriatrie
Ober­ärztin
  • Fach­ärztin für Neurologie
  • Zusatz­be­zeich­nung Pallia­tiv­me­dizin, Geria­trie und Schlafmedizin

Team­lei­tungen Pflege

Team­lei­tung

Station A5